Große und kleine Computer sind heutzutage in nahezu jedem elektronischen Gerät zu finden. Als Beispiele seien die Armbanduhr, Mikrowellengeräte, Fernseher, DVD-Player, Digitalkameras, MP3-Player als auch Mobiltelefone genannt. Die Anzahl der Geräte ist unüberschaubar groß und umfasst nahezu alle Lebensbereiche. Einige bahnbrechende Technische Errungenschaften wie Schallplatte, Video-Rekorder oder Telefon sind längst von noch besseren, kleineren und mobileren Geräte-Generationen überholt worden.
Insbesondere das Internet mit seinem schier unerschöpflichen Wissen und Möglichkeiten erfindet sich ständig neu. War es früher ohne Ausbildung eigentlich nicht möglich seinen Video-Rekorder selbst zu programmieren, so ist es heute schwer, die Perlen des Internets ausfindig zu machen.
Aber nicht nur die Zahl der nutzbringenden Möglichkeiten steigen ständig. Auch die Schattenseiten einer Demokratie verlegen ihre Tätigkeiten verstärkt ins Internet. Otto Normal-Surfer hat mit einem Komplett-PC aus dem Kaufhaus eigentlich keine Chance sich ungeschoren im Netz zu bewegen. Renommierten Studien zufolge genügen 20 Minuten Internet, bis ein Windows-Rechner sich den ersten Schädling eingefangen hat. Ein ganzer Industriezweig kümmert sich um Schadensbegrenzung und setzt damit Milliarden um. Der Hauptgrund für die zunehmende Verseuchung des Internets ist das Quasi-Monopol eines Marketing-Giganten.
Durch Betriebssystem und Anwendersoftware, die legal nur durch wenige Eingeweihte programmiert werden und eingesehen werden können, haben böswillige Individuen nur wenig Gegenwehr, ständig neue Lücken zu finden. Aus diesem Grund setzen wir im Unterricht ausschließlich offene Software (OpenSource) ein, einer Software, die auch von den Guten eingesehen und geändert werden kann.
Gerade im Hauptaufgabengebiet (PC-Technik und deren Anwendung) kann völlig auf proprietäre Software verzichtet werden.
Als Betriebssystem der im Unterricht eingesetzen Computer setzen wir hauptsächlich openSUSE ein. Dieses wird in Deutschen Landen zusammengestellt und von Abertausenden in aller Welt weiterentwickelt und gepflegt. Neben den Vorteilen in der Sicherheit und individuellen Anpassbarkeit wiegt bei den meisten Anwendern ein Argument am schwersten: es ist KOSTENLOS im Internet herunterladbar und darf auf beliebig vielen Rechnern installiert werden. Selbst Spezialprogramme für CAD, CNC-Steuerungen und Bürosoftware sind nicht nur kostenlos erhältlich, sondern im Leistungsumfang und in der Bedienung zumindest ebenbürtig. Und die meisten Entwickler und Anwender dieser Software leisten in diversen Foren und Mailing-Listen kostenlose und schnelle Hilfe. So werden Fragen an die Deutschen Anwender der Bürosoftware OpenOffice.org in der Regel innerhalb von Minuten beantwortet.